16 Seen in Graubünden zum Fischen die einfach zu erreichen sind

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In diesem Beitrag findest du 16 einfach zugängliche Seen zum Fischen in Graubünden. Es gibt in Graubünden insgesamt 196 Seen welche befischt werden können, die Auswahl kann dabei etwas schwierig sein. Dieser Beitrag soll dir helfen einen passenden See zu finden welcher einfach erreichbar ist.

Der Nachteil bei den vorgestellten Seen ist jedoch, dass diese für alle gut zugänglich sind und somit auch mehr los ist und der befischungsdruck höher ist. Zudem ist meistens mit etwas mehr Lärmbelästigung durch Strassennähe zu rechnen. Wer wirklich seine Ruhe beim Fischen will, sucht sich besser einen abgelegenen Bergsee. Alle Seen und viele Parkplätze findest du übrigens auch auf der Karte zum fischen in Graubünden auf Alpenforelle.

Wie du Forellen in Seen findest erfährst du übrigens in diesem Beitrag auf Alpenforelle. Alles was du zum Fischen in Graubünden wissen musst, findest du in diesem Beitrag auf Alpenforelle.

Kriterien

Natürlich gibt es noch weitere Seen in Graubünden, welche einfach zu erreichen sind, in diesem Beitrag stehen jedoch diese im Fokus bei denen man praktisch aus dem geparkten Auto heraus fischen kann. Der See soll für möglichst einfach zugänglich sein, ohne das ein Steiler abstieg gemacht werden muss. Die Anfahrt sollte zudem möglichst über richtige Strassen machbar sein. Ein weiteres Kriterium für die Liste ist, dass der Fischbestand stimmt und man nicht einen See mit wenig fischen vorfindet. Zudem soll es möglichst keine zusätzlichen Beschränkungen geben, was den Köder betrifft.

Zudem gibt es auch weitere Seen welche einfach erreichbar sind wie der Davosersee oder die Engadiner Talseen. Diese Seen sind jedoch nicht in der Liste, da man zu passenden Stellen teilweise weiter laufen muss.

Kriterien:

  •  Sehr einfach zugänglich
  • Auch für Kinder geeignet
  • Fischbestand OK bis Gut
  • Keine zusätzlichen Köderbeschränkungen

1 Lai da Sontga Maria, 1007

Der Lai da Sontga Maria wird manchmal auch Lukmaniersee genannt. Der See liegt auf dem Lukmanierpass. Vom Hospiz aus ist der See sehr gut erreichbar. Die Ecke beim Hospiz ist interessant, da dort einige Bäche in den See münden. Grundsätzlich kann der See mit dem Bündner Fischereipatent befischt werden, eine Ecke im Südwesten liegt jedoch im Kanton Tessin, wo das Patent nicht gültig ist. Der Fischbestand ist gut, im See gint es Bachforellen, Regenbogenforellen,  Seesaiblinge und Namaycushs. Der Bestand wird teilweise durch Besatz gestützt. Auf der Karte von Alpenforelle Fischen Graubünden sind Parkplätze und Zugänge eingezeichnet.

Lai da Sontga Maria von der Staumauer aus.

2 Lag da Breil, 1013

Der Lag da Breil liegt im Ferienort Brigels im Bündner Oberland. Die meisten Stellen sind vom Parkplatz aus sehr gut zu Fuss erreichbar. Bei tiefem Wasserstand ist der Teil welcher normalerweise unter Wasser ist jedoch sehr schlammig. Der Bacheinlauf befindet sich direkt am Parkplatz so, dass man diese attraktive stelle einfach erreichen kann. Auch dieser See kann mit dem Bündner Fischereipatent befischt werden.

Aktuell (Stand 2019) wird er See jedoch ausgefischt, und zur Leerung vorbereitet. Der Fischbestand ist daher etwas fraglich. Auf der Karte von Alpenforelle Fischen Graubünden sind Parkplätze und Zugänge eingezeichnet.

3 Sufenersee, 2009

Der Sufnersee ist direkt an der A13 gelegen. Der See ist einer der beliebtesten Seen für die Fischerei in Graubünden, dem entsprechend ist er auch gut besucht. Trotz hohem Befischungsdruck werden viele Fische gefangen. Tipps und Erfahrungsbericht zum See findest du in diesem Beitrag auf Alpenforelle.

Blick über den Sufenersee

4 Palpuognasee, 2030

Der Palpuognasee oder auf Romanisch Lai da Palpuegna ist einer der schönsten Seen in Graubünden. Das Wasser ist meistens Glasklar. Der See ist bei Fischern beliebt, auch wenn er schwierig zu befischen ist. Nicht wenige gehen ohne Fisch nach Hause, dies trotz einem guten Fischbestand. Neben Bachforellen sind auch Seesaiblinge im See. Auch dieser See kann mit dem Bündner Patent befischt werden. Die Saison endet jedoch bereits am 15.09. Der See ist relativ gut zugänglich. Vor das bewaldete Ufer kann man fast auf der ganzen Länge befischen.

Palpuognasee aus der Luft.

5 Flüelapass Seen, 2036/2035

Auf dem Flüelapass gibt es zwei Seen, den grösseren Schottensee (2036) und den kleineren Schwarzsee (2035). Während das Wasser vom Schottensee über den Rhein in die Nordsee fliesst, fliesst das Wasser des Schwarzsee über den Inn ins Schwarze Meer. Beide Seen sind vom Flüelapass aus bequem erreichbar. Beide Seen sind mit dem Bündner Patent befischbar. 

Der Schottensee ist bei Fischern sehr beliebt, da man quasi aus dem Auto heraus fischen kann. Aufgrund der Höhe kann er jedoch noch bis Juni und teilweise Juli eisbedeckt sein. Viele Fischer sind am Ufer nahe der Passstrasse. Das gegenüberliegende Ufer mit den Steinschüttungen ist meistens etwas weniger los, trotz der Tatsache, dass dort eine attraktive Stelle für Forellen ist. Neben guten Beständen an  Bachforellen und Namaycushs, welche durch Besatz gestützt werden, gibt es auch Elritzen im See. 

Fischen am Schottensee.

Der kleinerer Schwarzsee ist deutlich weniger stark befischt. Der Fischbestand ist auch kleiner als im Schottensee. Auch hier gibt es Bachforellen, Namaycushs und Elritzen. Trotzdem kann es sich lohnen den See zu befischen, da der Befischungsdruck kleiner ist und die Fische weniger skeptisch. 

Ob der Schottensee anfangs Saison noch gefroren oder schon eisfrei ist kann man auf der Facebookseite vom Flüelapass Hospiz nachschauen. Die Betreiber posten mehr oder weniger regelmässig Bilder vom See.

6 Stausee Marmorera, 2045

Der Stausee Marmorera befindet sich an der Julierpassstrasse vor Bivio. Diesen See kann man mit dem Bündner Patent befischen. Der Seespiegel sinkt im Winter Stark ab, der See füllt sich im Verlauf des Frühlings jedoch wieder. Am See gibt es vor allem zwei interessante Stellen den Einlauf und die Staumauer. Wenn der Seespiegel tief ist, kann man über eine unbefestigte Strasse auf dem trockengelegten Seegrund fahren. Dort befindet sich dann ein kleiner Parkplatz. Ist der Seespiegel hoch, ist der Einlauf eher schlecht zugänglich.

Der Stausee Marmorera im Winter.

Bei hohem Wasserstand ist die Staumauer ein guter Punkt zum Fischen. Aufgrund der für Graubünden aussergewöhnlichen Bauweise als Erdschüttdamm macht diese zu einem spannenden Standort für Forellen. Die Hängergefahr ist aufgrund der  verwendeten Steine jedoch relativ hoch.

Der Fischbestand im See ist solide. Besetzt werden Bach- und Regenbogenforellen. Ausserdem gibt es Seesaiblinge und Namaycushs. 

7 Heidseen, 2056, 2057

Die beiden Seen auf der Lenzerheide sind sehr beliebt bei Fischern. Dafür gibt es mehrere Gründe. Der See wird regelmässig mit Bachforellen, Regenbogenforellen und Saiblingen besetzt. Sonst kann man auch Schleien und auch Karpfen fangen. Karpfen müssen allerdings zurückgesetzt werden. Der See ist zudem sehr gut zugänglich, rund um dem See geht ein gut ausgebauter Weg.

Ausserdem ist das Bündner Patent nicht gültig. Das Patent für den Heidsee ist mit CHF 25.- jedoch günstiger als das Bündner Patent. Weitere Infos dazu gibt es auf der Webseite von Lenzerheide Arosa unter diesem Link.

Am Heidsee kann man direkt vom Weg am See aus fischen.

8 Obersee, 3002 und Untersee, 3003 Arosa

In Arosa gibt es mehrere Seen. Zwei davon liegen mittem im Dorf, der Obersee und der Untersee. Das Fischen ist zwischen Anfang Juni bis Ende August erlaubt. Für die beiden Seen wird ein gesondertes Patent benötigt, welches für CHF 35.- erhältlich ist. Für die Patente und die Bewirtschaftung ist der Fischereiverein Arosa zuständig (Link zur Webseite Fischereiverein Arosa). In beiden Seen gibt es Bach- und Regenbogenforellen sowie Seesaiblinge und Elritzen. Fische werden regelmässig während der Saison besetzt. Vor allem der Obersee ist fast überall gut zugänglich und auch bequem vom Bahnhof zu erreichen.

Obersee in Arosa am Abend.

9 Stausee Isel, 3004

Der Stausee Isel liegt ebenfalls in Arosa, jedoch unterhalb des Dorfes. Im gegensatz zu den Seen im Dorf kann dieser See mit dem Bündner Patent befischt werden. Im See gibt es neben Bachforellen auch einige Seesaiblinge. Der Forellenbestand wird mit Besatz gestüzt. Der Parkplatz befindet sich direkt beim Einlauf. Trotz vielen Fischen im See gibt es ab und zu Berichte, dass Fischer Mühe haben zu fangen. 

Stausee Isel beim Einlauf.

10 Schwarzsee Davos Laret, 3021

Der Schwarzsee Liegt in Davos Laret, von Klosters aus noch vor dem Wolfgangpass. Der See ist nich sehr gross und ist an den meisten Stellen sehr gut zugänglich. Parkieren kann man direkt am See. Um im See zu fischen braucht man das Bündner Patent.

Der im See gibt es Bachforellen, Elritzen, Groppen und Trüschen (Quappen). Der Bachforellenbestand ist gut und wird auch durch Besatz gestützt. Der See ist ist an den flachen Stellen, nahe bei der Strasse, ziemlich verkrautet, was die Fischerei nicht einfach macht. Die tieferen Stellen sind jedoch krautfrei.

Der Schwarzsee bei Davos Laret.

11 Schlappinsee, 3023

Von Klosers aus kann man den Schlappinsee mit dem Auto erreichen. Für die Strasse, welche bei der Madrisabahn beginnt, muss man oben beim Berghaus Erika eine Fahrbewilligung für CHF 10.- kaufen. Ausserdem muss man im Besitz des Bündner Patentes sein. Im See gibt es neben Bachforellen, welche auch durch Besatz gestützt wird, einige Bachsaiblinge. 

12 Plävigginsee, 3025

Auch der Plävigginsee liegt im Prättigau. Er ist von Küblis aus, entweder zu Fuss aber auch mit dem Auto erreichbar. Um mit dem Auto bis zum See zu fahren braucht man eine Fahrbewilligung der Gemeinde. Diese ist an der BP Tankstelle in Küblis für CHF 10.- erhältlich. Zusätzlich braucht man auch das Bündner Patent.

Ab der Saison 2020 sind Naturköder in dem See verboten.

Der See ist ein Ausgleichsbecken für das Kraftwerk Küblis. Der See ist an allen Stellen gut zugänglich, das Ufer ist jedoch teilweise etwas schlammig. Neben Bachforellen gibt es auch Regenbogenforellen im See. In diesem See wird der Bestand stark durch Besatz gestützt.

Abend am Plävigginsee

13 Lej dal Güglia, 4010

Der See liegt auf dem Julierpass nahe des Parkplatzes an der Passhöhe. Das Wasser des Sees fliesst über den Inn ins Schwarze Meer. Da der See auf knapp 2300 m.ü.M. liegt, kann er noch lange eine Eisschicht haben. Der Fischbestand ist überschaubar, neben Bachforellen, welche durch Besatz gestützt werden, gibt es vor allem Elitzen im See. Der See ist jedoch sehr gut zugänglich und wunderschön gelegen. Auch für dieser See kann mit dem Bündner Patent befischt werden. 

Der Lej dal Güglia auf dem Julierpass.

14 Lej Aratsch, 432

Der Lej Aratsch ist ein kleiner See in der Nähe des Morteratschgletschers im Engadin, neben dem See ist der Camping Morteratsch. Von Pontresina aus fährt man Richtung Berninapass und biegt Richtung Morteratsch ab. Im See gibt es vor allem Bachforellen. Der See ist sehr gut zugänglich, die Ufer sind ziemlich flach und gut zugänglich.

Seit der Saison 2020 gehört der See zum Ova da Bernina. Die Saison dauert daher nur bis zum 15.9.

Lej Aratsch mit Blick auf das Berninamassiv.

15 Lago Crocetta, 6008

Der Lago Crocetta liegt neben dem Hospiz auf dem Berninapass. Auch dieser See liegt auf knapp 2300 M.ü.M., so dass am Anfang der Saison noch mit Eis gerechnet werden muss. Der See kann mit dem Bündner Patent befischt werden. Im See gibt es einen soliden Bestand an Bachforellen aber auch einige Namaycushs. Zudem gibt es auch Elritzen. Die Salmoniden werden durch Besatz gestützt.

16 Laghetto Moesala, 8001

Der Laghetto Moesala liegt auf dem San Bernardino Pass. Er ist der Ursprung der Moësa und liegt etwas tiefer als die anderen vorgestellen Seen an Pässen, auf 2065 M.ü.M. Im See kann man diverse Fischarten finden, von Bach- und Regenbogenforellen auch Seesaiblinge und Namaycushs, zudem auch Elritzen. Die Salmonidenbestände sind OK, Regenbogenforellen und Namaycushs werden durch Besatzt gestützt. Auch hier sind die Seeufer gut zugänglich, von manchen Parkplätzen aus kann man direkt neben dem Auto fischen. 

Der Laghetto Moesala anfangs Juni.

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