Forellen in Seen finden

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Forellen in Seen findet man am einfachsten, indem man die Hotspots für Forellen kennt und diese dann systematisch absucht. Wo diese Hotspots sind und wie man diese effektiv befischt, erfährst du in diesem Beitrag.

Forellen in Seen zu finden ist nicht ganz so einfach, wie Forellen im Fliessgewässer zu finden. In Fliessgewässern gibt es Forellenstandorte wo man praktisch immer einen Fisch findet und diesen auch gezielt befischen kann. In Seen ist dies meistens nicht so. Trotzdem gibt es Bessere und schlechtere Standorte. Optimal ist wenn man in den See schauen kann, sei dies nun vor Ort oder auch mittels Satellitenbild oder Karte. Alles was Auskunft über die Struktur des Sees gibt ist hilfreich.

Erfolgreicher Tag am See, gelingt besser wenn man die Forellenstandorte kennt.

Die Tipps sind anwendbar auf alle Seen mit Forellenbestand, egal ob Bergsee oder Put and Take See. Wichtig ist auch dass man sich bewusst ist, dass man im dreidimensionalen Raum fischt. Neben dem das man sich nach auf der Horizontalen also nach links und rechts bewegen kann, kann man auch in der Vertikalen also in der Tiefe variieren.

Hotspots

Für Forellen halten sich in Seen grundsätzlich überall auf und schwimmen herum. Dazu muss man die Bedürfnisse von Forellen etwas kennen. Forellen brauchen Sauerstoffhaltiges Wasser, Futter, und Schutz. Sauerstoff kommt ins Wasser wenn es aufgewirbelt wird. Futter kann entweder von aussen Zugetragen werden (ins Wasser fallen) oder im Wasser entstehen beispielsweise in Krautbänken oder an Pflanzenteilen. Schutz finden Forellen überall dort wo man sie nicht von oben sieht bzw. Stellen, welche schlecht von oben zu erreichen sind also Unterstände oder tiefere Stellen. Stellen im See wo diese Faktoren zutreffen sind interessant für Forellen.

Strömung

Strömung ist grundsätzlich interessant für Forellen, egal wie diese entsteht. Strömung bedeutet meistens mehr Sauerstoff. Zudem wird den Forellen so Nahrung zugetragen. Im Optimalfall kann die Forelle an der gleichen Stelle bleiben und wie im Bach aus der Deckung Nahrung Schnappen. Strömung bedeutet zudem meistens auch eine gewellte Oberfläche, was eine schlechtere Sicht durch die Oberfläche bedeutet. So ist die Forelle auch von oben geschützt.

Einlauf

Ein wichtiger Hotspot wo praktisch immer Forellen zu finden sind, sind Einläufe in Seen. Hier kommt viel zusammen, das Wasser ist sauerstoffreicher als im Rest des Sees. Zudem wird Nahrung in den See getragen. Es lohnt sich auch, kleinere Einläufe zu befischen, in welche Forellen nicht hineinschwimmen können. Die Nahrungs- und Sauerstoffkonzentration ist trotzdem höher als im Rest des Sees. 

Einlauf am See, hier konnte man die Fische in der Strömung nach Nahrung jagen sehen.

Auslauf

Auch Ausläufe sind interessante Standorte in Seen. Hier sammelt sich die Nahrung vom See und fliesst ab. Die Forellen nutzen dies warten an solchen Stellen bis Nahrung vorbei kommt. Der Auslauf ist nicht ganz so attraktiv wie der Einlauf, jedoch lauern hier oft auch Forellen.

Unterwasser Strukturen

Strukturen im Wasser sind für Forellen sehr interessant. Zum einen bieten diese Schutz vor Fressfeinden, zum anderen suchen auch andere Wasserlebewesen (Forellennahrung) solche Strukturen, entweder auch als Schutz oder als Nahrungsquelle. Strukturen sind Beispielsweise Holz welches ins Wasser gefallen ist oder auch Steine im Wasser. Vor allem auch um grössere Steine im Wasser findet man oft Forellen. Auch Steinschüttungen, also Stellen wo Steine ins Wasser gerutscht sind, sind interessant für Forellen.

Hinter solchen Steinen im Wasser halten sich oft Forellen auf. Auch grössere Steinansammlungen sind interessant.

Kanten

Einer der meist genannten Standorte für Seen sind Kanten. Kanten für Forellen aus verschiedenen Gründen interessant. Das Flachere Wasser vor der Kante erwärmt sich schneller. Flache Stellen sind daher für Insekten und andere Forellennahrung interessant. Die Forellen sind im flachen Wasser jedoch ungeschützt gegen Räuber welche von oben kommen. Daher halten sich Forellen oft am Rand von Flachzonen auf, wo sie schnell wieder in die Tiefe verschwinden können. Forellen kann man ab und zu beobachten, wie sie aus der Tiefe in die Flachwasserzone kommen und innerhalb von wenigen Sekunden wieder in die Tiefe verschwinden. Wenn man an Kanten fischt ist es optimal wenn man den Köder direkt an der Kante anbietet.

In diesem See sieht man wie der See plötzlich tiefer wird. An dieser kannte sollte man wenn möglich fischen (Screenshot maps.geo.admin.ch).

Pflanzen

Pflanzen sind ein gutes versteckt für Fische. Forellen lauern gerne im Kraut und warten dort bis Beute vorbei kommt. Durch die Pflanzen sind die Fische geschützt und zudem auch getarnt. Am besten ist, wenn man das Knapp über den Wasserpflanzen fischt, wie es mit einer auftreibenden Montage, einer Zapfenmontage oder indem man den Spinnköder knapp über die Pflanzen führt. Bei Pflanzen besteht jedoch immer die Gefahr, auf Hänger, was durchaus zum Verlust der Montage führen kann.

Unregelmässigkeiten im Seegrund

Neben den genannten spezifischen Hotspots sind auch jegliche Unregelmässigkeiten im See für Fische interessant. Sei es nun eine Senke oder eine Erhebung am Seegrund. Solche Unregelmässigkeiten bieten Vorteile gegenüber dem flachen Seegrund.

Randzonen

Auch Randzonen sind Hotspots, allerdings muss man diese etwas differenziert betrachten. Randzonen sind grundsätzlich interessant durch das Nahrungsangebot. Randzonen sind jedoch oft flach, die grossen Fische können sich dort schlecht verstecken und meiden diese Zonen. Je nach Verhältnissen können sich auch grosse Forellen in Randzonen aufhalten. Fällt das Ufer steil ab lohnt es sich auf jeden Fall die Stelle zu befischen. Flache Zonen können aber auch interessant sein. Vor allem in der Dämmerung wagen sich auch grosse Fische in die flacheren Zonen. Am Tag muss man dies etwas beobachten. Es kann durchaus vorkommen, dass ein Fisch in einer flachen Zone umherschwimmt. Ansonsten halten sich eher kleine Fische in den Randzonen auf, diese finden dort leichter verstecke.

Systematisch und aktiv Forellen suchen

Um Fische zu finden ist es immer hilfreich, wenn man systematisch und aktiv nach den Fischen sucht. Gut ist es, wenn man den See bereits kennt und weiss wo sich die Forellen meistens aufhalten. Dann kann man diese Stellen gezielt befischen. Kennt man den See nicht ist die schlechteste Variante die immer gleiche Stelle mit der gleichen Methode zu befischen. So sind die Chancen auf Erfolg am kleinsten. Wenn man eine Stelle getroffen hat, an der die Fische beissen ist es natürlich Sinnvoll dort weiter zu fischen. Dabei sollte man aber immer auch auf die Jahreszeit achten. In Seen sind weite Würfe zudem meisten von Vorteil, da man so grössere gebiete absuchen kann.

Hotspots absuchen

Grade an Seen welche man nicht kennt, ist es anfangs sicher Sinnvoll Hotspots abzusuchen. Praktisch ist, wenn man sich bereits bei einem Kartendienst ein Bild vom See machen kann. Beispielsweise wo Kanten sind, wo grosse Steine im Wasser sind oder wo man Krautbänke sieht. Kennt man einen See noch nicht so gut, ist es zudem Sinnvoll sich nicht fix an einem Punkt aufzuhalten, sondern den See etwas zu erkunden und die Hotspots zu befischen. Dabei sollte man jedoch auch immer die Jahreszeit im Hinterkopf haben und entsprechend fischen.

Aktiv Fischen

Aktiv fischen kann verschiedene Grade haben. Wie bereits geschrieben ist es nicht sehr sinnvoll den ganzen Tag die gleiche Stelle anzuwerfen, ohne dass ein Biss kommt. Setzt man beispielsweise auf Grund so kann es sinnvoll sein, die Montage alle 10 bis 15 Min 0.5m bis 1m einzuholen. So kann man den ganzen Bereich zwischen der angeworfenen Stelle bis zum Ufer absuchen. Auch wenn man sich etwas stationär eingerichtet hat, kann es Sinn machen, mal etwas weiter nach Links oder Rechts zu werfen und so einen grösseren Bereich abzusuchen.

Spinnfischen am See, so kann man eine Wasserfläche effektiv absuchen.

Eine weitere Möglichkeit grössere Bereiche abzusuchen ist eine Sbirolino zu verwenden. So kann man den See aktiv nach Fischen absuchen und auch in der Tiefe variieren. Mehr zum Fischen mit dem Sbirolino findest du in diesem Artikel auf Alpenforelle. Natürlich eignen sich auch alle Arten von Spinnfischen. Grade an den Hotspots haben Forellen oft ein aggressives Revierverhalten und gehen auf Eindringlinge los.

See beurteilen

Grundsätzlich sollte man sich überlegen, welche Bedingungen im See herrschen. Zwar lassen sich die Tipps aus dem Beitrag auf alle Seen anwenden, jedoch nicht Grundsätzlich. In einem im Tiefland gelegenen Put and Take See herrschen deutlich andere Bedingungen als in einem etwas Bergsee auf 2000 Meter Höhe. In einem gossen und tiefen See wie dem Bodensee sind andere Bedingungen als in einem mittelgrossem, mitteltiefen Reservoir in England. Forellen ticken jedoch überall etwa gleich, man muss jedoch je nach dem die Taktik anpassen. Während man im Tiefland im Juli die Wassertemperatur auf ein für Forellen kritisches Mass steigen kann, findet man in Bergseen teilweise noch Eis auf dem Wasser. Grundsätzlich macht es Sinn, sich an den Wassertemperaturen zu orientieren. So lassen sich die Bedingungen am besten einschätzen.

Fischbestand

Wichtig ist auch, dass man weiss, wie der Fischbestand im See in etwa ist. Während man sich in Put and Take Seen grundsätzlich auf einen guten Fischbestand verlassen kann, ist an machen anderen Seen der Bestand nicht so klar. Forellen verhalten sich anders, je nachdem wie viele andere Fische mit im See sind. Sind viele Fische im See, bilden sich Schwärme, bei weniger Fischen schwimmen die Tiere eher einzeln umher. Sind viele Fische im See ist es deshalb Sinnvoll nach einem Biss die Stelle nochmals anzuwerfen, da der Schwarm immer noch dort sein kann. Bei wenig Fischen ist diese Strategie weniger sinnvoll.

Bedingungen für Forellen

Um einen See beurteilen zu können ist es auch hilfreich zu wissen, was Forellen für Bedingungen brauchen. Forellen brauchen sauerstoffreiches Wasser. Temperaturen zwischen 10°C und 15°C sind optimal. Darunter und darüber sind die Tiere eher passiv. Während sich kleine, flache Gewässer schnell aufwärmen und die Forellen unter Hitzestresse geraten erwärmen sich grosse und tiefe Gewässer nur sehr langsam. Der Zürichsee hat ab 50m Tiefe das ganze Jahr immer etwa die gleicher Temperatur. Forellen brauchen zudem sauerstoffhaltiges Wasser, eine Sättigung von mehr als 7mg/l ist optimal. Forellen sind wechselwarme Tiere, der Sauerstoffverbrauch hängt daher auch mit der Wassertemperatur zusammen. Bei warmen Wasser kann der Sauerstoffbedarf bis auf das 2.5 fache ansteigen. Daher ist Wasser ab 25°C für Forellen tödlich, auch wenn der Sauerstoffgehalt ein überleben grundsätzlich ermöglichen würde. Bei tieferen Wassertemperaturen sinkt der Sauerstoffbedarf dagegen.

Wassertemperatur

Der Lebenszyklus im See und das Verhalten von Forellen lässt sich nach Jahreszeiten aufteilen. Während das Wasser im Winter kalt ist und die Fische eher passiv sind ist im Sommer das Nahrungsangebot gross und die Fische sind aktiv. Um den See richtig beurteilen zu können muss man daher die Wassertemperaturen abschätzen oder messen. Je nach Lage und Grösse des Sees setzten Jahreszeiten früher oder später ein bzw. fallen ganz weg. In Bergseen beispielsweise kann man davon ausgehen, dass der Sommer nur einige Wochen dauert, wenn er der Frühling nicht direkt schon in den Herbst übergeht. Am besten lässt sich dies an der Wassertemperatur festmachen. Unter 10°C ist der See noch im Winter. Zwischen 10°C und 15°C kann man von Frühling oder Herbst sprechen, über 15°C ist definitiv Sommer. Mehr zu den Jahreszeiten später im Beitrag.

Je nach Grösse des Sees kann auch die Tageszeit entscheiden sein. Flache Seen speichern Temperaturen kürzer als tiefe. Je tiefer Der See, desto länger bleibt die Temperatur konstant. In Seen ab ca. 70m tiefe bleiben die Temperaturen in den Tiefen schichten praktisch das ganze Jahr konstant, die Oberflächentemperatur kann jedoch schwanken. In flachen Seen in tiefen Lagen kann es daher entscheidend sein zu welcher Tageszeit man fischen geht. Grade wenn die Temperaturen im Sommer den Tag durch hoch sind und sich der See den Tag durch erwärmt, werden die Fische mit steigender Wassertemperatur den Tag durch passiver.

Fischarten

Da sich bei den Salmoniden die Fische nicht immer gleich verhalten, ist es ebenfalls hilfreich zu wissen, welche Fischarten im See sind und wie hoch der Bestand der einzelnen Arten ist. Am weitetesten verbreitet sind Bach- und Regenbogenforellen. In manchen Seen findet man aber auch See-, Bach- oder Namaycushsaiblinge oder auch Seeforellen und Äschen. In Seen mit verschiedenen Arten teilen sich verschiedene Arten meistens in verschiedenen Schichten, je tiefer der See, desto eindeutiger.

Bachforellen

Bachforellen sind in Seen weit verbreitet, oft durch Besatz, manchmal gibt es auch natürliche Vorkommen. Bachforellen bewegen sich in Seen gerne in Grundnähe und nehmen dort Nahrung auf. Sehen sie Nahrung im Mittelwasser, lösen sie sich vom Boden, holen die Nahrung und gehen dann wieder zum Grund zurück. In Seen mit gemischtem Fischbestand findet man Bachforellen eher in den Randzonen und in den oberen Schichten (oberes drittel). 

Bachforelle, meistens eher oben im See zu finden.

Regenbogenforellen

Regebogenforellen kommen ursprünglich in den Flüssen der Nordamerikanischen Westküste vor, sind mittlerweile jedoch in Europa weit verbreitet. Da sie anspruchsloser sind als Bachforellen, werden sie oft in Put and Take Seen eingesetzt. Regenbogenforellen sind im Gegensatz zu Bachforellen auch bei hohen Wassertemperaturen noch aktiv. Das Verhalten von Regenbogenforellen unterscheidet sich deutlich von dem der Bachforellen. In Seen bewegen sich Regenbogenforellen meistens auf einer bestimmten Höhe im See. Nahrung wird nur genommen wenn sie sich in einem Bestimmten Band bewegt. Je flacher der See, desto ausgeprägter ist dieses Verhalten. In flachen Seen (2m Wassertiefe) können einige Zentimeter schon einen Unterschied machen, in tieferen Seen kann dieses Band auch 50cm bis 1m hoch sein. In Seen mit gemischtem Fischbestand sind Regenbogenforellen in ähnlichen tiefen zu finden wie Bachforellen (oberes Drittel).

Seesaibling

Seesaiblinge sind eine weit verbreitete Saiblingsart in Europa aber auch in Nordamerika. In der Laichzeit färbt sich der Bauch der Fische rot. Seesaiblinge sind eher lichtscheu und bewegen sich in den unteren Bereichen von Seen. Vor allem wenn neben den Saiblingen auch noch Forellen vorkommen, findet man Seesaiblinge eher in den zwei unteren Dritteln des Sees.

Namaycush

Namaycushsaiblinge oder auch Amerikanische Seesaiblinge kommen ursprünglich aus den Nordamerikanischen Seen. In Europa wird er hautsächlich in Bergseen eingesetzt. Namaycush sind gut auf das Leben in der tiefe und im kalten Wasser angepasst. Sie meiden helles Licht und sind eher in den tiefen Stellen von Seen zu finden (unteres Drittel). Dort kommen sie gut mit den meistens kalten Temperaturen und einem nicht ganz so hohen Sauerstoffgehalt klar. An bewölkten Tagen oder bei Dämmerung kommen die Fische jedoch Richtung Oberfläche. Da Namaycush auch noch bei sehr tiefen Temperaturen aktiv sind, sind sie beliebte Fische zum Eisangeln. Wenn die Eisdecke das Licht blockt kommen die Fische auch eher in flacheres Wasser. 

Kleiner Namaycush Saibling, an einer Tiefen Stelle im See gefangen.

Beobachten

Hilfreich ist es auch immer, wenn man den See etwas beobachtet. Grade bei stillem Wasser können Fische manchmal gut beobachtet werden. Hilfreich ist dabei auch eine Polbrille. Kreise auf der Oberfläche geben auch Hinweise darauf, wo sich Fische aufhalten.

Kreise

Wenn Fische Nahrung von der Wasseroberfläche nehmen entstehen Kreise. Dies ist vor allem sehr ruhigem Wasser der Fall, dann sind die Kreise ausserdem gut sichtbar. Die Kreise geben meistens guten Hinweis darauf, wo sich Fische aufhalten. Die Kreise sagen jedoch nicht zwingend etwas über die Grösse der Fische aus. Auch relativ kleine Fische können grössere Kreise an der Oberfläche hinterlassen.

Fische beobachten

Je nach Gewässerzustand kann man die Forellen im See auch gut erkennen. Dies macht es grundsätzlich einfacher die Standorte der Fische auszumachen. Vor allem in klaren Seen bei ruhiger Oberfläche sieht man oft Forellen. Eine Polbrille ist dabei hilfreich, da sie die Oberfläche entspiegelt und man so noch besser ins Wasser schauen kann. Je flacher das Wasser, desto einfacher kann man die Fische erkennen. Man sollte sich die gesehene Grösse jedoch nicht überschätzen, durch Lichtbrechung des Wasser wirken die Fische grösser als sie wirklich sind.

See mit klarem Wasser und flachen Stellen, hier konnte ich die Fische sehr gut beobachten.

Jahreszeiten

Die Jahreszeiten müssen immer etwas relativ gesehen werden. Wie bereits geschrieben kann in tiefergelegenen Seen bereits Sommer sein, während auf Bergseen noch eine Eisschicht ist. Daher muss immer etwas abschätzen welche Jahreszeit im See ist.

Winter

Im Winter wenn das Wasser kalt ist sind Forellen eher passiv. Sobald sich eine Eisschicht auf dem Wasser bildet, kann man davon ausgehen, dass die Forellen sich in der Tiefe aufhalten, wo das Wasser konstant 4°C kalt ist, weiter gegen die Oberfläche hin wird das Wasser immer kälter, bevor es bei 0°C gefriert. Auch wenn das Wasser nicht gefriert, bei Temperaturen unter 10°C sind Forellen immer eher passiv. Mehr zum Forellenfischen im kalten Wasser gibt es in diesem Artikel auf Alpenforelle.

Kalter Tag am See, ein Teil des Sees war bereits mit Eis bedeckt. Die Fische standen sehr tief.

Frühling

Im Frühling beginnt sich das Wasser langsam aufzuwärmen. Wenn die Sonne scheint, werden vor allem Randzonen schneller aufgewärmt. Das Leben in den Seen kommt somit zuerst in den Randzonen in Schwung. Insektenlarven welche den Winter in starre verbracht haben werden aktiv. Dies lockt die Fische in die Randzonen. Zudem suchen Forellen auch das wärmere Wasser in den Randzonen um sich selber aufzuwärmen.

Dieses Bild wurde anfangs Juli an einem Bergsee aufgenommen. Hier ist definitiv noch Frühling im See, auch wenn die Jahreszeit etwas anderes sagt.

Sommer

Im Sommer kommt es stark auf die Temperatur an. Grundsätzlich sind die Forellen zu dieser Zeit am aktivsten. Auch das Nahrungsangebot ist zu dieser Zeit am höchsten. In Kälteperioden mit Lufttemperaturen um die 17°C sind Forellen daher sehr aktiv. In wärmeren Perioden können die Forellen aber auch in Hitzesteress kommen. Ab einer Wassertemperatur von 20°C werden Bachforellen passiv. Regenbogenforellen sind noch bis Wassertemperaturen bis 24°C aktiv. Ab 25°C sterben die Fische. 

Herbst

Im Herbst bereiten sich Forellen auf das Laichgeschäft vor, welches im Winter stattfindet. Je nach Grösse des Sees speichert dieser die Wärme des Sommers noch einigermassen warm, auch wenn die Lufttemperatur schon kalt wird. Die Fische werden zunehmend passiv, können aber an schönen, warmen Herbsttagen durchaus nochmals aktiv werden.

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