Streamer Auswahl zum Forellenfischen

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Der wichtigste Streamer ist der scharze Bead Head Wooly Bugger Grösse 6. Mit diesem Streamer kann man relativ wenig falsch machen und er sollte in keiner Streamerbox fehlen. Der Streamer eignet sich für alle Situationen und kann vielfältig eingesetzt werden vom Deathdrift bis hin zum einstrippen. Mehr zum Streamerfischen mit der Fliegenrute gibt es in diesem Beitrag auf Alpenforelle.

Basisauswahl an Streamern

Ein Streamer kann ziemlich viel imitieren, von Fisch über Kleinsäuger bis hin zu grossen Insektenlarven. Forellen Fressen von anderen Fischen wie Groppen, Eltritzen bis hin zu eigenten Brutfischen alles. Auch kleine Tiere wie Mäuse, kleinere Vögel, Frösche und Molche stehen auf dem Speiseplan. Daneben werden aber auch Blutegel oder grosse Würmer nicht verschmäht. Mehr dazu was Forellen Fressen gibt es in diesem Beitrag auf Alpenforelle.

Bei Streamern muss man nicht zu sehr auf das genaue Muster achten. Die Unterschiede zwischen Wooly Bugger, Zonker, Sculpin oder Muddler Minnow sind relativ gering, vor allem, wenn sie die gleiche Farbe haben.

Bei Streamern sollte man sich besser verschiedene Farben, grobe Formen, Gewichte oder Streamer Styles zulegen. Hakengrösse 6 ist meistens passend, egal ob Stillwasser oder Fliessgewässer. Die Streamer dürfen aber auch grösser oder kleiner sein.

Für den Anfang reicht ein kleine Auswahl an Wooly Buggern. Diese kann man dann bei Gelegenheit ergänzen. Auch viele erfahrene Fischer fischen oft nur Wooly Bugger in verschiedenen Farben oder leichte Varianten dieses Musters. Mehr zur Farbauswahl für Köder findest du in diesem Beitrag auf Alpenforelle.

Unweight Wooly Bugger Braun (nur Seen)3x
Bead Headed Wooly Bugger Schwarz5x
Bead Headed Wooly Bugger Braun5x
Cone Head Wooly Bugger Schwarz3x
Cone Head Wooly Bugger Braun3x
Jig Head Zonker Braun (nur Fliessgewässer)3x

Form des Streamers

Das genaue Muster ist beim Streamer meistens nicht so wichtig wie die grobe Form. Dabei kann man unterscheiden in buschig und schlank. Buschige Streamer sind sehr breit gebunden, oft mit Fell oder abstehenden Federn. Schlanke Streamer sind oft nur aus wenig Federn gebunden und erinnern etwas an Lachsfliegen. 

Sehr schlanker Streamer

Vor allem in Amerika wird oft mit sehr buschigen Streamern auf Forellen gefischt. Schlanke, Lachsfliegenartige Streamer sind eher im Nordeuropa bekannt. Das bedeutet nicht, dass eine Streamerart nicht auch am anderen Ort funktionieren kann, sie sind dort einfach nicht so verbreitet.  

Buschiger Wooly Bugger

In der Fliegenbox sollte man beide Arten haben, buschige und schlanke Streamer. Wenn die Forellen auf einen nicht reagieren, kann man wechseln und hat so ein stark anderes Muster. 

Buschige Streamer kann man bei Bedarf immer noch etwas zurecht rupfen, so dass sie schlanker sind. Grade wenn man schnell auf tiefe kommen muss, sind buschige Streamer etwa hinterlich, da sie langsamer sinken als schlanke Streamer. 

Streamer Styles

Streamer können in verschiedenen Stilen Gebunden werden, normal auf einen Streamerhaken, als Intruder und als Articulated Streamer bzw. als Game Changer. Alle haben Vor- und Nachteile.

Normale Streamer

Klassisch werden Streamer auf einen langschenkligen Haken gebunden. Der Haken kommt etwa in der Mitte des Streamers heraus. Meistens findet man Streamer, welche so gebunden sind. Normale Streamer funktionieren für die meisten Anwendung sehr gut. 

Schwarzer Bead Head Wooly Bugger, klassisch auf einen Streamer Haken gebunden.

Nomale Streamer sind sehr einfach zu binden. Meistens reichen einfache Materialien. Ein weiterer Vorteil ist die vielseitige Einsetzbarkeit. Man kann solche Streamer von death Drift bis aktiv fischen. 

Normale Streamer haben aber auch Nachteile. Man kann mit ihnen Fehlbisse bekommen, da vorsichtige Forellen oft zu hinterst zupacken und so manchmal nicht an den Haken kommen. Zudem wird der Streamer beim Biss und Drill stark mitgenommen. Durch den langen Hakenschenkel kann sich der Fisch beim Drill einfacher aushebeln. Der lange Haken kann zudem unter dem vielen Material rosten.  

Jig Streamer

Jig Streamer werden auf einen Streamer Jig Haken gebunden. Die Hakenöffnung schaut nach oben. Das hat den Vorteil, dass der Streamer sich nicht so schnell am Grund verfängt. Jig Streamer kann man ausserdem, wie der Name schon sagt, gut jiggen, also auf und abwärts hüpfen lassen im Wasser.

Intruder Style

Intruder Fliegen werden eigentlich zum Steelhead fischen eingesetzt, also wandernden Regenbogenforellen. Intruderfliegen sind oft sehr bunt und haben den Haken mittels eines Stücks Schnur am Ende des Streamers, so dass er frei schwingt. Die Fliegen werden vor allem zum swingen eingesetzt, so dass der Fisch zu hinterst abeissen kann. 

Bei diesem Intruder Zonker ist der Haken zu hinterst

Intruder Style kann aber eigentlich jeder Streamer gebunden werden. Intruder bedeutet lediglich, dass der Haken hinten freischwingend ist. So kann man von Wooly Bugger über Zonker oder Oberfächenstreamer eigentlich jeden Streamer Intruder Style binden. 

Als alternative zum Intruder Style Streamer kann man den Streamer auch auf eine Tube binden. Mehr zu Tubenfliegen findest du in diesem Beitrag auf Alpenforelle

Der Vorteil von Intruder Style Streamern ist, dass Forellen oft zu hinterst am Streamer anbeissen, dort wo der Haken ist. Zudem können sich die Fische schlechter aushebeln, da der Haken kürzer ist. Da der Fisch beim Drill nicht die ganze Fliege im Maul hat, wird die Fliege geschont. Der Haken ist ausserdem auswechselbar. 

Intruder Fliegen haben aber auch Nachteile. Der Aufwand zum Binden ist vergleichsweise hoch. Zudem kann man Intruder Fliegen nur beschränkt fischen, im Death Drift hängt kann der Haken irgendwo hängen und so Fehlbisse verursachen.

Intruder Style Streamer sind in Shops, wenn verfügbar, meistens auch nicht so angeschrieben. Man muss etwas suchen wie bis man Intruder Streamer findet.

Game Changer Style, Articulated Streamer

Game Changer bzw. Articulated Streamer Streamer sind erst seit einem Artikel im Fly Fischeman 2015 einer Breiten öffentlichkeit bekannt. Bis dahin hatten Gummifsche zum Spinnfischen den Vorteil, dass sie deutlich mehr Bewegung hatten als normale Streamer. Durch die einzelnen Segmente bewegt sich ein Game Changer sehr realistisch im Wasser, ähnlich wie Gummifische.

Articulated bzw. Game Changer Streamer werden auf solche Articulated Shanks gebunden, welche ineinander gehängt werden können.

Game Changer wurden ursprünglich für Hecht, Bass oder Muskies entwickelt, funktionieren wie Gummifische aber auch für Forellen. Die meisten Game Changer Streamer welche man findet, haben den Haken reltaiv weit vorne, was für Forellen eher schlechter geeignet ist. Daher bleibt einem oft nur das selber binden. Game Changer kann man ebenfalls in allen gängigen mustern binden, von Wooly Bugger bis zur Fischimitation.

Der Vorteil von Game Changer Fliegen ist, dass sie sehr realistisch sind und viel Aktion haben. Zudem kann man Game Changer bei bedarf auch mit mehreren Haken ausstatten, ähnlich wie ein Wobbler oder Gummifisch. Auch Game Changer können den Haken zu hinterst haben, was zum Forellenfischen ein Vorteil sein kann.

Wenn Atriculated Streamer verfügbar sind, dann meistens als Fischimitat mit dem Haken eher weit vorne. Meistens findet man sie unter Articulated Streamern. Ein weiterer Nachteil ist, dass das binden eher aufwändig ist. Zudem sind Game Changer eher zum aktiv fischen gedacht, also nur beschrängt für Death Driftr oder Swing zu gebrauchen.

Gewichte von Streamern

Bei Streamern kann man in vier Kategoriegen unterteilen: Oberflächenstreamer, Unbeschwert, Bead Head, Cone Head und Sculpin Head Streamer. Da Streamer meistens sehr viel Material haben sinken sie langamer als zum Beispiel eine schlanke Nymphe.

Grundsätzlich kommt man mit unbeschwerten sowie Bead Head Streamer ziemlich weit und ist für die meisten Sitautionen gut gerüstet. Sonst kann man immer noch mit Schrotbleien oder Tönnchenwirbeln nachhelfen. 

Oberflächenstreamer

Oberflächenstreamer sind für das Fischen an der Wasseroberfläche gedacht. Die Streamer sind sehr schwimmfähig und oft mit Foam oder Deer Hair gebunden. Klassische Muster sind Mouse Streamer oder Booby Flys. Oberflächenstreamer eignen sich sowohl für fliessende als auch für stehende Gewässer.

In Neuseeland gibt es beispielsweise Forellen, welche sich auf Mäuse, welche an der Wasseroberfläche schwimmen spezialisiert. Auch Libellen, welche auf der Wasseroberfläche sind werden gerne genommen.

Unbeschwerte Streamer

Unbeschwerte Streamer sind sehr leicht. Die Streamer laufen sehr oberflächennah. Vor allem in Seen sind unbeschwerte Streamer gut, da man unbeschränkt Zeit hat diese sinken zu lassen. 

Unbeschwerter Articulated Streamer

Schnell eingeholt hat man einen Oberflächenstreamer. Unbeschwerte Streamer lassen sich auch gut als Springer verwenden. Unbeschwerte Streamer haben trocken etwas Mühe die Oberflächenspannung zu durchbrechen.

Unbeschwerte Streamer lassen sich auch gut in Kombination mit Sinkschnüren fischen. Mit verschiedenen Sinkschnüren kann man den Streamer auf verschiedene Tiefen bringen. 

Bead Head Streamer

Beadhead Streamer verfügen über eine Messing oder Tungsten Perle (Bead) am Kopf. Vor allem Tungsten Perlen bringen etwas mehr Gewicht an den Streamer, so dass er schneller sinkt. Etwas Zusatzgewicht lässt den Streamer zudem besser die Oberflächenspannung durchbrechen. 

Bead Head Wooly Bugger

Bead Headed Streamer sind die Streamer mit dem weitesten Einatzspektrum. Solche Streamer gehören zu jeder Streamerauswahl. Vor allem in Kombination mit Zusatzgewichten sind Bead Headed Streamer Allzweckköder. 

Cone Head Streamer

Cone Heads haben bei Streamern zwei Funktionen, als Gewicht und die Strömung um den Streamer zu lenken. Es gibt Messing und Tungsten Cone Heads. 

Cone Head Wooly Bugger

Cone Heads sind deutlich schwerer als Bead Heads. Cone Head Streamer sinken daher schneller als Bead Head Streamer. Dies ist vor allem gut, wenn der Streamer schnell auf Tiefe muss. Der patronenfömige Kopf lässt das Wasser etwas weniger stark auf den Streamer treffen. 

Sculpin Head Streamer

Sculpin Head Streamer sind für das Fischen in Grundnähe. Der Haken zeigt nach oben, was für weniger Hänger sorgt. Sculpin ist die englische Bezeichnung für Groppe, die Streamer, die Streamer haben einen schweren Groppenkopf.

Sculpin Head Zonker

Sculpin Head Streamer sind beim Forellenfischen eher selten. Trotzdem können solche Streamer sehr gut funktionieren, vor allem um Hänger am Grund zu vermeiden. Ausserdem gehören Groppen auch zur Forellennahrung.

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