Fischen im unteren Avers – Erfahrungsbericht

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In der Saison 2018 war ich öfters im Avers am Averer Rhein am Fischen. Von Chur aus ist die Anfahrt relativ kurz. Man fährt über die A13, biegt direkt nach dem Tunnel Bärenburg ab. Die Fahrt von Chur bis zum ersten Parkplatz dauert lediglich eine halbe Stunde. Man befindet sich dann an einem schönen Bach.

Der Averser Rhein bei Ausserferrera

Der Bach

Gefischt habe ich hauptsächlich auf der Strecke 224 vom Stausee Innerferrea bis zum Stausee Bärenburg. Die Gewässer des Avers werden stark für die Stromgewinnung genutzt. Neben dem sehr bekannten Lago di Lei gibt es auch Wasserfassungen im Val Madris, in Juppa und auch bei Innerferrera. Trotz der vielen Wasserfassungen gibt es im Rhein unterhalb des Stausees Innerferrera relativ viel Wasser, auch im trocken Sommer 2018. Über die gesamte Strecke gibt es diverse Zuflüsse.

Durch die vielen Staustufen ist der Bach meistens klar. Alle Sedimente werden in Innerferrea zurückgehalten. Die Zuflüsse bringen auch keine nennenswerte Trübung, auch nicht bei Regen. Die Stecke ist somit auch gut bei schlechtem Wetter mit viel Regen befischbar. Man sollte jedoch immer im Hinterkopf behalten, dass durch das Kraftwerk der Bach auch ziemlich schnell ansteigen kann.

Der Bach ist an den Meisten stellen relativ gut zugänglich. Das Avers ist zwar teilweise sehr eng, die Strasse und die Wanderwege verlaufen jedoch ziemlich nahe am Bach entlang. Es gibt einig Brücken für Wanderer welche den Zugang weiter vereinfachen. Zudem gibt es diverse Parkmöglichkeiten über die ganze Strecke verteilt. Die Parkplätze und Zugänge sind auch auf der Karte Fischen Graubünden eingezeichnet.

Im Sommer und vor allem bei gutem Wetter muss man teilweise mit etwas mehr Verkehr und Autos rechnen. Die Parkplätze am Eingang des Avers sind beliebt bei Wanderern. Ein weiterer Punkt ist der Magic Wood vor Ausserferrera. Dies ist ein weit bekanntes Bouldergebiet. Im Sommer sind die Parkplätze rund um den Magic Wood daher oft belegt.

Auch bei Regen klar, der Averser Rhein

Gewässerstruktur

Der Abschnitt 224 ist ziemlich vielfältig, was die Gewässerstruktur angeht. Der Bach überwindet über einen grossen Teil der Strecke ziemlich viel höhe, was bedeutet es gibt viele Pools und Wasserfälle. Vor allem vor dem Stausee Bärenburg ist das Gelände etwas steiler. Die Schlucht dort ist zudem tief und schlecht zugänglich, weshalb ich auf das Fischen dort verzichtet habe.

Nach der Brücke ins Avers wird das Gelände etwas flacher. Es gibt hier jedoch viele grosse Felsen. Das Wasser fliesst teileiwese auch über kleinere Wasserfälle. Daneben gibt es aber auch immer wieder sehr ruhige stellen. Wie bereits geschrieben, ist das Wasser meisten klar. Daher sollte man auch etwas für stellen mit vorsichtigen Fischen dabei haben.

Ab Plan Davains verändert sich der die Gewässerstruktur relativ stark. Hier ist das Gelände weniger steil, und der Averser Rhein fliesst relativ ruhig es gibt stellen die eher wie Gosse Pools aussehen, und das Wasser Spiegelglatt fliesst.

Ziemlich direkt nach dem Stausee Innerferrera, bei der Kraftwerkszentrale gibt es noch eine grössere Stufe mit Wasserfall. Oberhalb und Unterhalb ist das Gelände ziemlich Flach. Nach der Stufe ist noch ein grösserer Pool, der ziemlich ruhig ist und eher an einen kleinen See erinnert.

Flacherer Abschnitt am Averser Rhein.

Fischbestand

In der Fischfangstatistik befindet sich das immer etwa im oberen Mittelfeld. Die CPUE liegt in jedem Monat immer zwischen 1 und 1.4. Auch die Erfolgsquote liegt mit 52% im oberen Mittelefeld. Dies gilt jedoch für das ganze Avers, nicht nur für den untersten Teil. Nach meiner persönlichen Einschätzung kann man das aber durchaus so übertragen.

Persönlich kann ich folgende Einschätzung geben. Der Fischbestand ist grundsätzlich gut. Man kann viele Fische beobachten. Wenn man etwas unvorsichtig an den Bach tritt sieht man auch viele Schatten durchs Wasser flitzen. Teilweise hatte ich jedoch auch einige untermassige Fische am Haken im Gegenzug aber auch Forellen über 30cm.

Methoden

Auf der Strecke ist der Averser Rhein für ziemlich alle Methoden geeignet. Ich war mit der Fliegenrute und der Spinnrute am Werk und hatte sowohl auf Trockenfliege als auch auf Spinnköder Bisse. Die Pools eignen sich jedoch auch gut zum Tippen. Wer Spinnfischen geht, der sollte für neben Spinnern auch etwas Unauffälligeres wie Gummifische für die Pools mitbringen.

Grosse Spinner haben für mich relativ gut funktioniert.

Meine Meinung

Persönlich mag ich die Strecke sehr. Wie bereits erwähnt ist man innerhalb von einer halben Stunde etwas im Nichts und hat seine Ruhe. Der Bach ist meisten klar, was das Fischen erleichtert. Mit der richtigen Methode fängt man auch durchaus schöne Fische. Der Bach liegt meistens etwas tiefer unter den Bäumen, was das auswerfen ungemein erleichtert. Hänger im Baum hatte ich praktisch keine. Eine Wathose ist jedoch sehr empfehlenswert.

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