Welche Spinnköder gibt es?

In Spinnfischen by Bastian2 Comments

Zum Spinnfischen gibt es diverse Arten von Ködern. Diese variieren in Form, Grösse, Farbe, Form und Funktionsweise stark voneinander. Grundsätzlich sollten aber alle Spinnköder leichte Beute für Raubfische vorgaukeln.

Verschiedene Spinnköder in einer Köderbox

Spinner

Der Spinner zeichnet sich durch das Spinnblatt aus. Dieses rotiert beim Einholen und produziert so eine Druckwelle. Am Ende ist meistens ein Drillingshaken oder ein Einzelhaken. Spinner sind einfach zu führen, man holt sie gleichmässig ein.

Grundsätzlich gilt hier, je grösser das Gewässer desto grösser darf der Spinner sein. Kleine Spinner haben tiefe Nummern, grosser hohe.

Neonfarbier Spinner von Mepps

Löffel/Blinker

Der Löffel oder Spoon ist ein Wellenförmiges Metallstück mit Haken am Ende. Löffel gibt es in schmaler oder bauchiger Form. Der Löffel wackelt durchs Wasser und imitiert so einen verletzen Fisch. Löffel können gleichmässig eingeholt werden oder aber mit Pausen, so dass der Löffel etwas absinken kann.

Farbiger schmaler Löffel

Wobbler

Unter Wobbler fallen grundsätzlich alle Kunstköder, welche die Form eines Fisches imitieren. Der Name kommt aus dem Englischen und bedeutet so viel wie Wackler (to wobble = wackeln, taumeln, eiern). Wobbler werden ruckartig geführt und man sollte etwas Erfahrung haben.

Auffälliger schwimmender Wobbler mit Tauchschaufel (Floating Crankbait, Hardbait)

Wobbler haben oft Tauchschaufeln. Diese steuern die Bewegung und die Tiefe auf welcher der Wobbler läuft. Die Lauftiefe ist Grundsätzlich auf den Verpackungen angegeben.

Je flacher und grösser die Tauchschaufel, desto tiefer taucht der Wobbler, je kleiner und steiler die Tauchschaufel, desto flacher taucht der Wobbler. Je runder die Schaufel ist, desto grösser sind die Bewegungen des Wobblers, je kleiner die Tauchschaufel, desto kleiner sind die Bewegungen. Mehr zu Tauchschaufeln von Wobblern gibt es in diesem Beitrag auf Alpenforelle.

Es gibt hier etliche Varianten, Formen und Farben, was vor allem für Anfänger unübersichtlich werden kann. Der Name gibt jedoch meistens einen Anhaltspunkt. Bait bedeutet auf Deutsch Köder. Für etwas mehr Übersicht sorgt die folgende Liste:

NameBeschreibung
CrankbaitBedeutet auf Deutsch Kurbelköder. Dies beinhaltet eigentlich alle Wobbler gemeint sind damit aber vor allem Bauchige Wobbler.
PopperAuf Deutsch Knaller. Bewegt sich an der Oberfläche und macht Knallgeräusche, welche die Fische anlocken sollen.
Swimmbaits
Floater
Auf Deutsch Schwimmköder. Die Meisten Wobbler sind Swimmbaits. Diese sinken nicht, sondern schwimmen wieder zur Oberfläche wenn man eine Pause beim Einholen macht.
SinkbaitsAuf Deutsch sinkender Köder. Zeichnet sich dadurch aus, dass er nicht an der Oberfläche schwimmt sondern absinkt, wenn man ihn nicht einholt.
SuspenderBedeutet auf Deutsch so viel wie «in der Schwebe lassen». Der Wobbler hat die Eigenschaft das er im Wasser auf der Höhe wo er ist stehen bleibt, sobald man eine Pause beim Einholen macht.
MinnowAuf Deutsch kleiner Fisch oder Elritze. Der Zusatz beschreibt die Form des Wobblers. Minnows sind eher schmal und lang (wie eine Elritze).
JerkbaitAuf Deutsch Ruckköder. Der Name sagt schon alles. Der Köder muss ruckartig geführt werden, manche sagen auch peitschen. Jerkbaits haben keine Tauchschaufel.
TwitchtbaitBedeutet auf Deutsch Zupfköder. Ähnlich wie der Jerkbait, wird aber sanfter durchs Wasser gezupft.
HardbaitAuf Deutsch Hartköder. Alle bis jetzt genannten Beispiele sind Hardbaits. Diese bestehen grundsätzlich aus Hartplastik und haben oben genannte Eigenschaften.
Softbait
Softjerk
Auf Deutsch Weichköder. Damit sind grundsätzliche alle Gummiköder gemeint. Diese wackeln im Wasser meistens natürlicher. Sofbaits haben meistens einen Beschwerten Kopf.
TwisterDer Twister ist ein wurmartiger Gummiköder mit einem oder zwei Schwänzen.
ShadDer Shad ist ein Meeresfisch der zu den Heringen gehört. Mit Shad ist, wenn es um Kunstköder geht ein Gummifisch gemeint.
Gummifisch im Forellendesign (Softbait, Shad)

Fliegen

Fliegenfischen ist Grundsätzlich eine eigene Art zu fischen. Sie unterscheidet sich von anderen Arten insofern, dass das Wurfgewicht nicht der Köder sondern die Schnur ist. Die Köder (Fliegen) sind Imitate von Insekten und werden aus Natur und Kunstfasern hergestellt.

Grundsätzlich ist es so, dass man mit Fliegen nicht Spinnfischen kann. Es gibt jedoch ein Paar tricks. Diese Variante ist zudem eine Möglichkeit, für Gewässer in welchen man nur Fliegen fischen darf. In diesem Beitrag auf Alpenforelle erfährst du wie man mittels Schwimmwobbler eine Kunstfliege anbieten kann.

Die Einschränkung bezieht sich meisten nur auf die Köder. Natürlich ist es schöner wenn man Fliegen fischen kann, falls man aber die passende Ausrüstung nicht dabei hat oder eine solche nicht besitzt kann dies eine Alternative sein.

Wasserkugel oder Sbirolino

Die Wasserkugel ist eine Plastikgugel welche auf dem Wasser schwimmt. Diese kann auch mit Wasser gefüllt werden um das Wurfgewicht zu erhöhen.

Die Fliegen kann man entweder zwischen der Kugel und der Rute oder nach der Kugel anbringen. Dies macht vor allem an Seen oder grösseren Gewässern an welchen die Fliessgeschwindigkeit sehr gering ist Sinn.

Die Montage funktioniert ebenfalls mit einem Sbirolino. Mehr zum Sbirolino erfährst du in diesem Beitrag auf Alpenforelle.

Wasserkugel, kann für mehr Wurfgewicht nach belieben gefüllt werden

Streamer oder Marabou Jig

Mit dem Streamer zu fischen ist eine Mischung aus Fliegen- und Spinnfischen. Der Streamer ist eine etwas grössere Fliege und Imitiert einen kleinen Fisch und nicht ein Insekt.

Den Streamer kann man in der Strömung flussabwärts treiben lassen. Dies simuliert ein Fisch der sich zu einem Standort weiter unten im Fluss treiben lässt oder einen toten Fisch.

Eine Alternative beim Streamerfischen mit der Spinnrute ist der Marabou Jig. Mehr dazu findest du in diesem Beitrag auf Alpenforelle.

Streamer

Comments

  1. Sehr gute Übersicht und Einordnung des Themas. Perfekt für den Einsteiger!
    Danke!

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